Wochenzeitung

Wochenzeitung:

Bundestagswahl 2017
Neugestaltung Loreley Plateau

Neugestaltung Loreley Plateau

Interaktiver Internetstadtplan

Interaktiver Internetstadtplan

Unesco-Welterbe

Verbandsgemeinde
Loreley
im Weltkulturerbe
oberes Mittelrheintal

Unesco Welterbe oberes Mittelrheintal

Wetter
Kontakt

Verbandsgemeinde-verwaltung
Loreley

Dolkstraße 3
56346 St. Goarshausen

Telefon: 06771 – 919 - 0
Telefax:  06771 – 919 - 135

E-Mail an die Verwaltung:
rathaus@vg-loreley.de

Aufgabenbereiche und Mitarbeiter/innen

Öffnungszeiten

Verwaltungsstellen

Dolkstr. 3, 56346 St. Goarshausen

und

Friedrichstr. 12, 56338 Braubach

Montags bis Mittwochs von 8.00 bis 16.00 Uhr

Donnerstags von 8.00 bis 18.00 Uhr

und Freitags von 8.00 bis 12.00 Uhr

Das Sozialamt ist Mittwochs geschlossen

Solarkataster


Solarkataster
Rhein-Lahn-Kreis

Gewerbeflächen VG Loreley

Bebauungsplan "2. Änderung Dachsenhäuser Straße"

Seite ausdrucken

Die nachfolgend aufgeführten Texte können Sie als pdf-Dateien herunterladen.    

Die Dateien stehen Ihnen einheitlich im Adobe PDF Format zur Verfügung. Um diese Dateien anzeigen zu können benötigen Sie den kostenlos erhältlichen Adobe Reader. Diesen können Sie hier herunterladen.

(Mit rechter Maustaste auswählen - Ziel speichern unter) 


Planzeichnung

Textfestsetzungen

Begründung

Artenschutzgutachten

Schallschutzgutachten
Vollzug des Baugesetzbuches (BauGB)

2. Änderung des Bebauungsplanes "An der Dachsenhäuser Straße"

Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 2 BauGB vom 24.07.2017 bis einschließlich 28.08.2017

Auszug aus der Begründung

Anlass der Planung

Die Holly Holz GmbH, Dachsenhäuser Straße 46, 56338 Braubach, Eigentümer der Parzelle Gemarkung Braubach, Flur 28, Nr. 44/ 1 und 84/1 in einer Gesamtgröße von 9.930 m2, hat bei der Stadt Braubach den Antrag auf Einleitung eines Verfah­rens zur 2. Änderung des Bebauungsplans „An der Dachsenhäuser Straße" gestellt.

Der Eigentümer betreibt auf diesem Grundstück ein Sägewerk für die Be- und Ver­arbeitung sowie den Export von einheimischen Laubgehölzen (Buche und Eiche). Nunmehr beabsichtigt der Eigentümer diesen Betriebsstandort aufzugeben. Als Fol­genutzung ist die Ausweisung von Wohnbauflächen angedacht.

Der rechtsverbindliche Bebauungsplan setzt derzeit als Art der baulichen Nutzung ein Gewerbegebiet fest und steht somit dieser Planungsabsicht entgegen.

Vor diesem Hintergrund hat der Eigentümer auf der Grundlage eines in Abstimmung mit der Stadt entwickelten städtebaulichen Konzeptes den entsprechenden Antrag an die Stadt gestellt.

Nach eingehender Beratung in den städtischen Gremien hat der Stadtrat Braubach in seiner Sitzung am 15.03.2017 dem Antrag zugestimmt und die Einleitung des Verfahrens zur 2. Änderung des Bebauungsplans beschlossen.

Dabei hat sich aus städtebaulicher Sicht die Notwendigkeit gezeigt, die westlich an­grenzende Parzelle Nr. 80/1 (Größe 2.230 m2) in den Geltungsbereich einzubezie-hen. Diese steht im städtischen Eigentum.

Im Bereich der „Dachsenhäuser Straße" (L 335) und der „Villeneuve-sur Yonne Straße" sollen ebenfalls bauliche Maßnahmen durchgeführt werden. Damit die ge­planten Änderungen an den Straßen ebenfalls planungsrechtlich sind, werden diese Teilflächen ebenso in den Geltungsbereich einbezogen. Daraus ergibt sich eine Ge­samtgröße des Änderungsbereichs von etwa 1,4 ha.

Erfordernis der Planung

Entsprechend dem Leitbild des LEP IV haben die Kommunen im Rahmen der kom­munalen Planungshoheit zur Lösung der anstehenden Herausforderungen beizutra­gen.

Hierzu zählt u.a. insbesondere der gesetzlich gesicherte Anspruch der Gemeinden auf Eigenentwicklung. Gemäß Grundsatz G 26 des LEP IV kann der Bedarf an neu­en Wohnbauflächen, der aus der Notwendigkeit der Eigenentwicklung resultiert, damit begründet werden. Darüber hinaus hat die Stadt aufgrund ihrer zentralörtli­chen Funktion als Grundzentrum die Bereitstellung von über den Eigenbedarf hi­nausgehenden Wohnbauflächen zur Aufgabe.

Hierzu gibt der Regionale Raumordnungsplan der Planungsgemeinschaft Mittel­rhein-Westerwald (RROPL) zum Belang Wohnen in Grundsatz G3 vor, dass die wohnbauliche Entwicklung, soweit sie über die Eigenentwicklung hinausgeht, von den Städten und Gemeinden übernommen werden soll, die aufgrund ihrer Größe, örtlichen Infrastrukturausstattung und der räumlichen Nähe zu den Versorgungsein­richtungen dafür geeignet sind. Dies sind in der Regel die zentralen Orte.

In diesem Zusammenhang ist weiterhin auf G 50 zur Daseinsvorsorge und hier zum Belang „Wohnen" des LEP IV zu verweisen. Demnach ist durch die Ausschöpfung der zur Verfügung stehenden städtebaulichen Instrumentarien durch die Gemeinden kostengünstiges Bauland insbesondere für Familien zu mobilisieren.

Mit der beabsichtigten Ausweisung von Wohnbauflächen will die Stadt zudem ihrer im Baugesetzbuch verankerten Aufgabe gerecht werden, wonach sie in ausreichen­dem Maße Flächen bereitstellen soll, die für bauliche Zwecke genutzt werden kön­nen. Gemäß der Planungsleitlinie des Baugesetzbuches in § 1 (6) Nr. 2 BauGB ha­ben die Gemeinden u.a. die Aufgabe, zur Förderung des Wohnungsbaues den Bauwilligen geeignete Wohnbaulandflächen bereitzustellen.

Ziel dieser Vorgehensweise ist es, einem weiten Kreis der Bevölkerung zur Eigen­tumsbildung zu verhelfen. Hierzu hat eine Kommune in ihrem Gebiet unter Berück­sichtigung einer städtebaulich geordneten Entwicklung geeignete Flächen in einem ausreichenden Umfang auszuweisen, so dass eine Bebauung vorrangig gefördert werden kann.

Ein weiteres Ziel ist die Fortentwicklung der Stadt unter Berücksichtigung der ihr durch die Regionalplanung zugewiesenen Versorgungsfunktion. Dies hat insbeson­dere Bedeutung für die mittel- bis langfristige Sicherung und einen Erhalt und mögli­chen Ausbau der vorhandenen Infrastruktureinrichtungen wie der im Stadtgebiet vorhandenen Gemeinbedarfseinrichtungen (Kindergarten, Schule, Vereine), Einzel­handels- und Dienstleistungsbetriebe. Damit wird nicht nur für die im Stadtgebiet le­bende Bevölkerung eine Vorsorge- und Angebotsstruktur geschaffen, sondern auch für die im zugewiesenen Versorgungsbereich lebende Bevölkerung (= Gebiet der Verbandsgemeinde).

Die Umgebungsbebauung ist gekennzeichnet durch die gewachsene städtebauliche Struktur in Form des Nebeneinanders von gewerblichen Einrichtungen und der Wohnnutzung in einem innerörtlichen Bereich, wobei die Wohnnutzung überwiegt. Mit der nun anstehenden Überplanung kann ein Beitrag für eine Erneuerung in die­sem Bereich von Braubach i.S. des § 1 (6) Nr. 4 BauGB und gleichzeitig eine An­passung an die sich ändernden Rahmenbedingungen geleistet und eine städtebau­liche Qualität erzeugt werden.

Aufgrund der bestehenden technischen Infrastruktureinrichtungen der Ver- und Ent­sorgung kann zudem eine optimierte Ausnutzung und eine der in § 1 (6) Nr. 2 BauGB verankerten Anforderung an das kostengünstige Bauen ermöglicht werden.

Schließlich ist auf das Optimierungsgebot des § 1a (2) BauGB hinzuweisen, wonach mit Grund und Boden sparsam und schonend umgegangen werden soll. Hierzu soll die zusätzliche Flächeninanspruchnahme für eine bauliche Nutzung insbesondere durch die Wiedernutzbarmachung von Flächen, eine Nachverdichtung oder eine an­dere Maßnahme der Innenentwicklung verringert werden.

Mit der beabsichtigen Wohnbauentwicklung soll die bisherige Gewerbefläche einer neuen Nutzung zugeführt werden. Insgesamt entspricht die Planung den Anforde­rungen einer Maßnahme der Innenentwicklung nach § 13a BauGB.